Das sind deine Rechte – alle Kinderrechte in einem Buch

rechte kinder buchmonsterSteht dir Taschengeld zu? Wie lang darfst du im Internet surfen? Und darfst du deinen Namen ändern, wenn er dir nicht gefällt? Auf all diese Fragen haben die beiden Schriftsteller Anne-Kathrin Schade und Lukas Maximilian Hüller Antworten. Sie haben sich nämlich die Kinderrechte genau angeschaut.  Was das ist?

Die Kinderrechte sind Regeln, auf die sich im Jahr 1989 die Vereinten Nationen geeinigt haben. Zu den Vereinten Nationen gehören fast alle Länder auf der Welt – deswegen sollen die Kinderrechte auch für alle Kinder gelten.

In den 54 Kapiteln der Kinderrechte ist festgelegt, was Erwachsene machen müssen, damit Kinder gut aufwachsen können, und was Kinder dürfen. Kinder haben die gleichen Rechte wie Erwachsene – und sogar noch ein paar mehr. So soll  verhindert werden, dass Kinder ausgenutzt werden.

Kinder haben (wie Erwachsene) zum Beispiel das Recht auf Gleichberechtigung. Das bedeutet, dass sie gleich behandelt werden sollen – ganz egal, ob sie Jungen oder Mädchen, blond oder dunkelhaarig, groß oder klein sind, und ob sie in Syrien oder Deutschland leben. Zu den Kinderrechten gehört auch, dass sie ein sicheres Zuhause haben, von einem Arzt untersucht werden, wenn sie krank sind und zur Schule gehen können. Aber nicht nur Büffeln, auch Freizeit gehört dazu.

Allerdings werden Kinder in einigen Ländern immer noch von Erwachsenen dazu gezwungen zu arbeiten – oder sie müssen für sich allein sorgen.

Das Problem mit den Kinderrechten ist, dass sich nicht immer alle Menschen daran halten – obwohl sie es versprochen haben. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Kinder selbst ihre Rechte kennen. Und weil die Kinderrechte oft ziemlich allgemein sind, ist es hilfreich, dass das Buch ganz viele Beispiele gibt, was die einzelnen Kapitel der Kinderrechte bedeuten.

Und hier natürlich die Antworten zu den Fragen von Anfang dieses Artikels:

Steht dir Taschengeld zu? Es gibt kein Kinderrecht auf Taschengeld. Aber Kinder haben das Recht, darin gefördert zu werden, selbstständig zu werden. Dazu gehört auch, selbst mit Geld umzugehen. Aber die Eltern entscheiden, ob und wieviel Geld sie ihren Kinder geben können.

Wie lang darfst du im Internet surfen? Eine feste Zeit, wie lange du vor dem PC sitzen darfst, gibt es nicht. Aber es steht dir laut der Kinderrechte zu, Massenmedien wie das Internet, Bücher, das Fernsehen oder Radio zu benutzen, damit du dich informieren kannst. Allerdings müssen deine Eltern dich auch gegen Informationen schützen, die für Kinder noch nicht geeignet sind. Im Internet gibt es deswegen auch viele Webseite, die extra für Kinder sind, die findest du zum Beispiel über die Kindersuchmaschine FragFinn.de oder Blinde-Kuh.de. Da gibt es sogar Webseiten für Kinder, die Türkisch sprechen können.

Darfst du deinen Namen ändern, wenn er dir nicht gefällt? Das ist nicht so einfach. Du musst dafür mit deinen Eltern einen Antrag bei einem Amt stellen. Außerdem musst du erklären können, warum du einen neuen Namen haben möchtest. Das geht nur, wenn du wegen deines Namens zum Beispiel geärgert wirst. Aber du kannst dir einen Spitznamen geben und deine Freunde bitten, dich so zu nennen – dafür musst du keine offiziellen Anträge stellen.

Kinder, das sind eure Rechte (Anne-Kathrin Schade, Lukas Maximilian Hüller), Thienemann-Esslinger, 112 Seiten, 14,99 Euro, ab 8.