„Ich habe keine Angst vor Monstern“

Autor: Guy Bass. Foto: Catherine Shakespeare Lane

Autor: Guy Bass. Foto: Catherine Shakespeare Lane

Überall tummeln sich Monster, Ungeheuer und gruselige Wesen in den Büchern von dem Schriftsteller Guy Bass. Zuletzt hat er das Buch „Stichkopf und der Scheusalfinder“ geschrieben. Darin geht es um das kleine Monster Stichkopf, das auf der Burg Grottenow mit ganz vielen anderen Ungeheuern lebt. Ein verrückter Professor auf der Burg erschafft immer gefährlichere Wesen und Stichkopf muss aufpassen, dass sie nicht aus der Burg ausbrechen. Im vorherigen Artikel kannst du mehr über die schaurig-lustige Geschichte lesen.

In einem Interview hat der Schriftsteller Guy Bass dem Buchmonster verraten, ob er selbst schon einmal in einer gruseligen Burg war, wie ihm die Ideen für furchterregenden Geschichten einfallen und wie man ein scheußliches Monster zeichnet.

Buchmonster: In dem Buch „Stichkopf“ wimmelt es nur so von Monstern. Warum haben Sie sich entschieden, ein Buch über Ungeheuer zu schreiben?
Guy Bass: Es spricht vieles für Monster. Sie sehen beeindruckend aus und sie haben oft schlechte Angewohnheiten, was sie mir grenzenlos sympathisch macht. Außerdem wird von ihnen erwartet, dass sie sich monströs verhalten – und ich mag es mit dieser Erwartung zu spielen. Ich denke, dass Monster meist falsch verstanden werden…

Buchmonster: Haben Sie schon mal eine gruselige Burg, wie die Burg Grottenow, in der Stichkopf wohnt, besucht?
Guy Bass: Ich war schon in einigen Burgen, aber keine von ihnen war so düster und fürchterlich wie die Burg Grottenow. Die Burg sollte so furchtbar sein, dass sie fast schon eine Parodie* auf eine dieser sehr unheimlichen, gothischen Burgen ist, die in Geschichten immer wieder vorkommen. Die Burg ist sogar düster und furchterregend, wenn der Himmel strahlend blau ist und die Sonne scheint.

*Parodie bedeutet, etwas nachzumachen, so dass es lustig ist. Das macht der Schriftsteller Guy Bass, indem er übertreibt und die Burg noch gruseliger beschreibt, als sie in Wirklichkeit sein könnte.

Buchmonster: Sie kennen sich gut mit Ungeheuern aus. Was für einen Tipp geben Sie jungen Monsterzeichnern?
Guy Bass: Ich zeichne Monster einfach so, wie sie mir in den Kopf kommen, aber sie sind ziemlich niedlich. Die Ungeheuer in dem Buch „Stichkopf“ bestehen aus vielen nicht zusammenpassenden Einzelteilen. Meine Abeit ist einfach – ich schreibe:“Eine unmögliche Kombination aus einem Oktopus, einer Seeschlange und auf dem Kopf stehende Schrecklichkeit“. Und dann hat Pete Williams, der Zeichner der Bilder in „Stichkopf“, eine wenig beneidenswerte Aufgabe. Er muss daraus eine Zeichnung machen. Ich mag es sehr, zu sehen, was daraus wird. Ich denke, eine Regel beim Zeichnen von Monstern ist: Es gibt keine Regeln, an die man sich halten sollte, wenn man ein Monster zeichnet.

Buchmonster: Haben Sie Angst vor Ungeheuern?
Guy Bass: Monster sind in den vergangenen Jahren immer sehr nett zu mir gewesen, deswegen habe ich keine Angst mehr. Und es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die gefährlichsten Monster oft die Menschen sind.

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